Kreativurlaub

Die Kunst des Handwerks hat in der Republik Komi eine jahrhundertelange Tradition und wurzelt tief in der naturnahen Lebensweise des Volkes Komi. Die Menschen lebten in Eintracht mit der Natur und sie gab ihnen Essen, Baustoff und Arbeitswerkzeug.

Die Erzeugnisse der Handwerker sind in der Republik beliebt. Man kann mit Recht behaupten, dass es fast in jeder Familie Handwerkliches gibt: ein Körbchen oder eine Salzdose aus Birkenrinde, eine Schatulle aus Malachit, ein Wandbehang aus Rentierfell, einen Korb aus Weidenruten oder sogar eine Schale aus Wurzelholz.

Typisch für die Handwerkkunst der Republik sind Birkenrindeflechten, Weidenrute- und Bastflechten, Weberei, Strickerei, Klöppeln, Töpferei und Holz- und Beinschnitzerei. Überall sind Erzeugnisse aus Rentierfell und Sämischleder bekannt – die Visitenkarte der Republik Komi auf vielen internationalen und regionalen Handelsausstellungen, wo die Republik vertreten ist.

Zu den teuersten Souvenirs gehören Erzeugnisse aus Wurzelholz (russisch: Kap), als auch Schmuck und Schatullen aus Uralhalbedelsteinen und Elfenbein.

Wie es sich liest, hat die Republik Komi gute Voraussetzungen für einen Kreativurlaub. Dabei gibt es in der Republik viele „Handwerkinseln“, wo die uralten Handwerktechniken erhalten geblieben sind. Hier werden verschiedene Kurse für Einsteiger angeboten.

Wer den Kreativurlaub in der Republik Komi machen will, der ist im Rayon Syktywdinskij genau richtig. Das Ethnographische Zentrum in Pashga hat reiche Bestände an Exponaten der Handwerkkunst. Erfahrene Handwerker unterrichten im Birkenrindeflechten, Klöppeln und Weberei. Die Kursteilnehmer bringen nach Hause Erzeugnisse aus Birkenrinde (Körbe, Taschen, Vorratsdosen, Kästen, Fässer usw.), Servietten, Handtücher und Decken.

Wylgort ist bekannt durch Töpferei. Das ist die einzige Region der Republik, wo dieses Handwerk in seiner traditionellen Form betrieben wird. Im Dorf gibt es das Spielzeugmuseum. Die Exponate aus Lehm kommen aus verschiedenen Ländern der finno-ugrischen Welt. Das Museum beherbergt eine reiche Sammlung an Flöten. In der Handwerkschule beschäftigt man sich nicht nur mit der Töpferei, sondern auch mit Birkenrinde-, Bast- und Weidenrutenflechten.

Die Prilusje präsentiert sich mit eigenartigen Traditionen der Weberei. Die Interessierten können hier unter Aufsicht der erfahrenen Handwerker mit den Webmaschinen aus den XVIII.-XIX. Jahrhunderten arbeiten. Das Dorf Noschul gilt als Zentrum der Weberei. Das ist das einzige Dorf der Republik, wo sich diese Handwerkkunst seit Jahrhunderten entwickelt und die alten Webtechniken aufbewahrt. Im Dorf gibt es ein ethnographisches Zentrum. Hier kann man sich mit gewebten Exponaten aus vergangenen Jahrhunderten bekannt machen. Außerdem wird den Touristen das Abc der Weberei beigebracht: das nationale Ornament und das Umgehen mit der Webmaschine aus Holz. Auch das Weidenrutenflechten gewinnt im Rayon Prilusskij an Bedeutung.

Es gibt Handwerker, die nicht nur Alltagsgegenstände wie Korbvasen, Tablette und Körbe, sondern auch Korbmöbel (Schaukelstühle, Sofas und Stühle) und Lampenschirme meisterhaft herstellen. Diese wahren Kunstwerke können jede Einrichtung schmücken.

Das Dorf Petrun‘ (im Gebiet von der Stadt Inta) wartet auf die Touristen mit eigenartigen Souvenirs aus dem kalten Norden: Erzeugnisse aus Rentierfell und Sämischleder, Rohhautriemenflechten, Bein- und Holzschnitzerei.

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Eine Antwort zu “Kreativurlaub

  1. Wunderbare Seite! Handwerkkunst ist top dargestellt. Eine sehr positive
    Vorstellung von der Republik Komi. Wir müssen was für Tourismus machen.

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