Monatsarchiv: Oktober 2014

Ust-Zilma. Ein Bummel durch das Dorf

Es ist schon wieder Zeit die Erinnerungen an Ust-Zilma zu erfrischen. Wie schon in früheren Beiträgen geschrieben wurde, ist es ein gemütliches Dorf. Die Hauptstraßen verlaufen parallel zum Fluss Petschora und, weil das Dorf hügelig liegt, ist es praktisch unmöglich, sich hier zu verlaufen.

Das Bild des Dorfes prägen üppige, kräftige Holzbauten. Es gibt ein- und zweistöckige Zweifamilienhäuser. Hauptsächlich teilen zwei Familien ein Haus in Hälften. So ist es viel besser zu überwintern. Winde sind hier sehr stark!

Manchmal sind das verwandte Menschen (Geschwister mit seinen Familien), die einem alten Familienstamm gehören. An manchen Häusern gibt es dazu Schilder mit der Information über die Familie und wie viele Jahre das Haus von dieser bewohnt wird.

Die Ustziljoma ehren ihre Vorfahren. Praktisch auf jedem Haus gibt es auch ein Schild mit dem Namen des Kriegsveteranen, der aus diesem Haus stammt. Oder wie auf dem Foto unten mit dem Namen einer Kolchosarbeiterin.

Ein Bummel durch das Dorf zeigt trotzdem ein mosaikartiges Bild. Jede Familie schmückt seine Hälfte des Hauses nach ihrem Geschmack und Vermögen. Manchmal sieht es ganz lustig aus.

Aber viel lustiger sehen halbierte Häuser, wenn die andere Hälfte aus irgendwelchen Gründen abgetragen ist.

Was noch ins Auge fällt, dass es fast in jedem Hof Fischerboote gibt. Wie Autos stehen sie oder lehnen sich an den Zaun geparkt.

Doch trotzdem ist es hier sehr malerisch.

Und man fühlt sich hier wohl.