Monatsarchiv: April 2017

Hochzeit im Ethno-Stil

Foto des Tages

ruoGEQvb4fgAuf dem Foto Tatjana Sabalujeva mit ihrem Ehemann.

Wir waren mit Tanja zusammen im Komi-Sprachkurs. Dort hat sie erzählt, dass sie mit ihrem Ehemann beschlossen haben, die Hochzeit im Ethno-Stil zu feiern. Tanja zeigte das Bild und ich war einfach begeistert davon! Sie und ihr Mann legen viel Wert auf die Traditionen ihrer Vorfahren. Sie haben versucht sich in eine andere Epoche zu begeben, wo die Menschen ganz schlicht lebten, wo sie eine naturnahe Lebensweise führten, wo sie arbeiten und feiern konnten. Und wie!

Ich weiβ nicht Bescheid, ob ein Komi-Brautpaar früher so aussah, aber dieses Brautpaar sieht ganz bezaubernd aus!

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Frohes Osterfest!

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Meine lieben Leser!

Schönes Osterfest an alle, die meinen Blog besuchen! Ihr seid hier immer willkommen! Ich wünsche euch ein richtiges Frühlingswetter und einen tüchtigen Osterhasen!

In diesem Jahr fällt das katholische Fest mit dem othodoxen Fest zusammen. In Komi ist das Osterfest im Schnee, aber der Osterhase hat uns heute morgen schon besucht.

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Obwohl der Osterhase nicht gerade das russische Gabenbringer zu Ostern ist, mache ich schon seit langem das Ostereiersuchen für meine Söhne im Garten. Sowohl der Kleine, als auch der Groβe haben den meisten Spaβ nach den Eiern zu jagen.

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Zu Hause gibt es ein festliches Frühstück und das traditionelle Spiel,

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und die „Eierplünderei“ beginnt!

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Христос Воскресе! Christus ist auferstanden!

Die früheren Beiträge zu Ostern hier, hier und hier.

Bei der Schneekönigin zu Gast

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Der Frühling steht vor der Tür, doch der gröβte Teil der Republik Komi liegt noch unter dem Schnee. Aber, dass es so rätselhaft wie auf dem Foto sein kann, konnte ich mir nicht vorstellen. Eigentlich ist mir das Motiv gut bekannt. Wo habe ich das ähnliche Bild gesehen? Und jetzt können mir die deutschen Leser zustimmen – im Harz, dem Hexetreffpunkt. Dieses Foto wurde aber nicht im Harz gemacht, sondern im Nordural, nicht weit von der Stadt Vuktyl und diese Landschaft ist nicht weniger sagenumwoben wie der Harz. Der Fotograf Sergej Fomin hat die Bergtundra zu seinem Lieblingsmotiv gemacht. Nach seiner Genehmigung veröffentliche ich seine Fotos in diesem Beitrag.

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Die Landschaft, die auf den Fotos abgebildet ist, heiβt der Tima-Is-Bergrücken. Er liegt im Nationalpark „Jugyd Wa“ in der Nähe von der Gaspipeline „Sijanije Severa“ und ist somit gut zu erreichen. Das ist ein Gebirge (550m über dem Meeresspiegel) mit sanften Abhängen, das in klimatischer Hinsicht einzigartig ist. In der Republik Komi gibt es viele einzigartige Landschaften, darunter z.B. das Plateau Manpupunjor – die steinernen Götzen der Uralvölker (Säule der Verwitterung). Aber mit Schnee bedeckte verkümmerte Vegetation, hauptsächlich aus Tannen und Birken, weist ähnliche bizarre Formen auf, ist aber nicht verteinert, sondern im Firnschnee verkrammt.

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Was macht diese Region klimatisch einzigartig? Der Bergrücken liegt weit von dem Wasserscheidenmassiv des Nordurals und bildet eine natürliche Sperre für südwestliche Winde, die hier im Winter herrschen. Er fängt die ungeheure Wucht ihres Angriffes auf. Starke Winde und hohe Feuchtigkeit kleiden die Bäume in den Panzer aus Firnschnee. Sie beugen sich unter dem Gewicht der untragbaren Last und erstarren. Dabei entstehen die Formen, die je nach Phantasie des Betrachters verschiedenen Gestalten ähneln.

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Vom Bergrücken eröffnet sich von der östlichen Seite ein wunderschöner Blick auf die Berggipfel des Nordural und von der westlichen Seite auf die unüberschaubare Taiga der Petschora-Tiefebene.

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Einer der ungewöhnlichsten Berggipfel des Ural ist der Berg Telpos-Is (1619m). Er hat zwei Gipfel. Das ist der höchste Berg des Nordural. Er war seit den uralten Zeiten der heilige Berg der Nomaden. Die Nenzen und die Mansen nannten ihn „Frauenidol“, die Komi – „Nest der Winde“. Nach einem alten Glauben haust hier Woipel – Gott des Windes und der Kälte. Er mag keinen Lärm, deshalb versuchen die Rentierzüchter ihre Rentierschlitten besonders still zu führen, wenn sie am Berg vorbei fahren, und die Jäger machen keinen Lärm im Wald, sonst wird der Windgeist auf die Täter Schneesturm loslassen.

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Der Mythos ist dadurch zu erklären, dass der Berg Telpos-Is das klimabildende Gebirge ist, und es kann vorkommen, dass hier im heiβen Sommer Schneestürme entstehen.

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„Bei der Schneekönigin zu Gast“ – so heiβt die eintägige, 10km lange Schiroute, die im Nationalpark „Jugyd Wa“ den Touristen von Januar bis April angeboten wird. Der Ausflug in die sagenumwobene Landschaft passt sehr gut Familien mit Kindern ab 14 Jahre, also wenig erfahrenen Touristen. Jetzt steht diese Route auch in meiner Wunschliste der Orte in Komi, die ich unbedingt besuchen will.

Vielen Dank an Sergeij Fomin für seine Freundlichkeit und tolle Fotos!

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