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Die letzten Bilder des herbstlichen Waldes…

Der Herbst ist in den letzten Tagen herrlich: Die Sonne scheint, der Wind ist lauwarm und man will lieber drauβen sein, lieber weit von der Zivilisation, im Wald. Aber in was für welchem!!! Im Kiefernwald, und hört, wie der weiβe Moosteppich unter den Füβen knirscht. Und keine Geräusche mehr…

Am Sonntag waren wir schon früh auf den Beinen und machten uns auf den Weg in den Wald. Mein Mann nahm noch ein Gewehr und wollte etwas Wild für die Suppe jagen. Ich aber dachte, dass er einfach einen ruhigen Tag haben wollte.

Ruhe, frische Luft und würziges Fichtelaroma des Waldes machten unseren Ausflug einfach toll. Unterwegs trafen wir merkwürdige Gestalten, wie zum Beispiel diese auf den Foto.

Vielleicht haust hier Worsa – nach den mythologischen Vorstellungen der Komi der tückische Waldgeist. Früher, als die Jäger im Wald auf Wild jagen wollten, lieβen sie für Worsa etwas als Gabe liegen, um den Waldgeist gefällig zu machen. Wir haben nichts gelegt, vielleicht deswegen haben wir nicht so viel mit nach Hause gebracht. 

In meinem Korb lagen wenige Steinpilze und im Eimer rollten einsame Moosbeeren. Aber ich war auch auf einer Jagd – Fotosafari))) So war ich mit meinen Trophäen zufrieden.

Ein schicker Steinpilz stand geduldig Modell,während ich ihn von allen Seiten geknipst hatte. Doch viel hübscher waren rote Moosbeeren – wie rote Perlen.

Der Sumpf war doch nicht so freundlich, mich gruselte es… Nicht weit von mir sah ich wieder eine Gestalt. Sie saβ mit dem Rücken zu mir, und ich hatte den Eindruck, dass es Jag-Mort ist. Jag-Mort ist in der Komi-Mythologie ein böser Waldmensch, der die Frauen in den Wald entführte und tötete.

Auch das Foto flöβt in mich Schauder ein. Zu Hause hat mir meine Stiefmutter erklärt, dass Sumpfporst, dass dort wächst, den Menschen berauschen kann. Ja… das habe ich früher nicht gewusst, und das Aroma war sehr schön würzig.

Glücklicherweise war Alex schnell gekommen und wir begaben uns auf den Rückweg.

Tschüβ, der Märchenwald!

Auf dem Rückweg machten wir noch eine Mittagspause mit Butterbroten und Tee. Hier, nicht weit von der Brücke.

Und der Fluss war sehr malerisch.

Doch für Fischen hatten wir leider keine Zeit. Zu Hause habe ich noch mit den Pilzen gezaubert, mit der Fotokamera)

Wer weiβ, vielleicht war dieser Ausflug das letze sonnige Wochenende in diesem Herbst.

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